5 verrückte Dinge, die man tun könnte, um den Frühling herbeizubeschwören

Meine Kollegin Elke Aybar hat sich den Frühling herbei gewünscht, bei ihr liegt gerade Schnee. Irgendetwas muss ich richtig gemacht habe, um den Frühling herbei zu rufen, denn bei mir ist es zwar recht kühl, aber die Sonne scheint und Schnee liegt Gott sei Dank nur im Süden Österreichs. Mal sehen, ob ich Elke und anderen Kolleginnen helfen kann, den Frühling herbeizurufen! 😀

Ihr wollt weitere Tipps und Tricks? 😀 Schaut hier vorbei:

Ich habe meinen Balkon „frühlingsfit gemacht“.

Zu sagen, ich hätte ein grünes Däumchen, wäre eine Übertreibung. Ich würde sogar sagen, er ist eher ein Pflanzen-Töter-Daumen. Wobei nicht alles von mir allein verschuldet zu sein scheint. Ich sage nur: BASILIKUM. Hat bei irgendjemand ein Basilikum schon länger als 2 Tage überlebt? Egal, wo ich es kaufe, ob nun bei Bellaflora, im Supermarkt oder selbst gezüchtet: Stolz trage ich einen grünenden Basilikum-Stock nach Hause, stelle ihn hin: Und plötzlich scheint er auf ominöse Art und Weise abzusterben.

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Mit dem Begrünen meines Balkons habe ich angefangen, als ich Katzen bekommen habe. Meine Pelargonien haben die Verschiebung von drinnen nach draußen nur unter großen Qualen überlebt und zuerst mal im Frostschock alle Blätter welken lassen. Mittlerweile weiß ich schon, welche Pflänzchen sich auch bei meinem schwarzen Daumen hartnäckig halten – und den strengen Wetterbedingungen auf meinem Balkon trotzen, ausgesetzt Sonne, Wind und Regen. Rosmarin ist nahezu untötbar, genau wie Thymian, und überraschenderweise: Ysop und Oregano. Auch die Zitronenmelisse und der Rucola (Rauke) (!) ist nachgewachsen! Dieses Jahr hinzu gekommen: Der Lorbeer (vorletzten Winter gestorben), ein Balkon-Basilikum (mit Mini-Blättern, wird er überleben?), Pflücksalat und Minze.

 

2. Ich schaffe es schreibtechnisch nicht, mich auf Winter- und Herbstszenen zu konzentrieren.

Wenn es danach ginge, was in meinen Büchern passiert, habe ich gerade triste Novembertage vor mir, fallende Blätter, Regen, aber auch eine unwirkliche, unterirdische Höhlenlandschaft. Immer wieder ertappe ich mich dabei, wie ich spontan in meine Wunschvorstellung zurückfalle und blühende Frühlingsgärten beschreibe. In „Blue“ wurden dann schließlich Chrysanthemen daraus, die auch im Herbst blühen. Es hat harte Recherche benötigt, nicht alles umzustoßen. Zeit, die Jahreszeit zu wechseln.

 

3. Ich versuche den fallenden Schnee hinter mir zu lassen und tanze stattdessen durch wirbelnde Katzenhaare.

Meine Katzen wissen auch, dass Frühling wird. Ich habe das Glück, im Osten Österreichs zu wohnen – denn im Süden liegt momentan überall Schnee! Sehr traurig, die Ernte wird stark betroffen sein. Hier im Osten ist es kühl, aber wir wurden vom April-Wetter verschont. Die Katzen haben diesen Moment genützt, explosionsartig ihr Winterfell loszuwerden. Man ziehe eine schwarze Hose an, die kein einziges Katzenhaar drauf hat (haha, als ob das möglich wäre), die nächste Katze geht im 5-Meter-Abstand vorbei und – fffffft! Ich habe plötzlich eine Fellhose.

4. Ich überdenke meine Inneneinrichtung neu.

Frühlingsputz? Ich hasse putzen. Heute habe ich mit einem Swiffer Staub gewischt, das muss reichen. Und um das Auge abzulenken habe ich mir zwei neue Decken gekauft, um meinen Lesesessel und mein Sofa zu dekorieren. Ich habe die Rechnung nicht mit meinen Katzen gemacht. Als ich am Abend nach Hause kam, habe ich herausgefunden, dass sich die Gewebestruktur der Überdecken vermutlich super zum Kratzen eignet. BUHU!

 

5. Ich fange an, exzentrische Dinge zu kochen.

Der Frühling lockt mich meist aus meiner Höhle, und während ich mich in der Winterzeit bevorzugt mit Zucker und Kohlehydraten vollstopfe, bin ich dann begeistert, wenn ich Dinge aus der Natur verwerten kann. Als die Blätter gerade keimten, war das Helenental bereits voll mit Bärlauch. Das veranlasste mich natürlich dazu, Bärlauchpesto zu machen, das so scharf war, dass es meinem Vater zirka die Nasenhaare weggeätzt hat.

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Zu Ostern gab20160418_112744 es von meiner Mutter Bärlauch-Brennnessel-Girsch-Suppe und Salat mit violetten Veilchen. Nächstes Jahr gibt es vielleicht sogar frische Eier dazu … Mutter und Bruder wollen sich zusammen einen Hühner-Stall bauen! 😀 Auch frischer Spinat ist jetzt köstlich und bei meinem Gemüseladen um die Ecke zu haben. Allerdings wundert es mich immer wieder, wie stark das Zeug in sich zusammenfällt!

Der Frühling verführt einen dazu, wieder frisch und saisonal zu kochen und Zutaten zu verwenden, die gerade auch in der freien Natur zu finden sind!

 

 

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10 thoughts on “5 verrückte Dinge, die man tun könnte, um den Frühling herbeizubeschwören

  1. Was dir dein Basilikum, ist für mich Koriander. Das Zeug stirbt, sobald ich es über die Schwelle trage.

    Als jemand aus dem Süden Österreichs, dem die Obsternte gerade zum Großteil vernichtet wurde, bleibt mir nur, etwas in Töpfe anzusetzen, weil ich die wenigstens schneegeschützt halten kann. Jetzt ist mir auch egal, ob der Frühling morgen oder in 2 Wochen kommt, die Ernte ist schon hin und braucht keine warmen Temperaturen mehr 😦
    Ich beweine jetzt weiter leise die ganzen Früchte, die ich nicht ernten werde, und erfreue mich am Basilikum auf der Fensterbank, das seit über einem Jahr dort lebt *stolz schau*

    1. Hallo Jery!

      Also das mit den Ernteeinbußen bei euch muss wirklich eine Katastrophe sein. Wir hatten vor Jahren einmal einen Hagel, der nur über unsere Weingegend drüber gegangen ist, tw. waren sogar einige Felder unbedeckt. Die anderen Weingärten waren voller daumennagelgroßer Körner – die Blätter zerschlitzt. Ich weiß noch, dass die Winzer am Verzweifeln waren.

      Bei euch ist ja durch den Schnee nicht nur der Wein, sondern auch alles andere betroffen.

      Dennoch bin ich ziemlich stolz auf dich, dass du es geschafft hast, den Basilikum 1 Jahr (!) zum Überleben zu bringen. Wie hast du das gemacht?

      Als es letztes Jahr bei uns gehagelt hatte, habe ich mich im Pyjama über meine Balkon-Töpfe geworfen, um sie zu schützen (und dann hab ich sie hinein getragen 😛 ). Die Gurke hat es kurzzeitig überlebt und ist dann an Mehltau gestorben. Es ist sich gerade mal für ein Gürkchen ausgegangen.

      Ich drücke dir die Daumen, dass die Obsternte dafür nächstes Jahr doppelt so reich ausfallen wird! (So sehr, dass du schon genervt sein wirst, weil du nicht weißt, was damit anfangen! 🙂 *Lach*)

      Alles Liebe!

      1. Mein Geheimnis beim Basilikum: Bodennaher Rückschnitt. Als ich dachte, jetzt ist er endgültig hinüber, hab ich alles abgeschnitten, und er hat wieder von unten zum Austreiben angefangen.
        Ein wahnsinniger Erfolg für mich, weil ich sonst alles an Topfpflanzen töte. Nicht mit Absicht. Die sterben einfach. Allerdings hab ich die letzte Primel im Verdacht, Selbstmord begangen zu haben…

        Ich muss ja nicht von der Ernte leben und verschmerze es, wenn einmal die Marmeladeproduktion ins Stocken gerät, aber die Bauern sind arm dran. Zumindest komme ich dieses Jahr nichts ins Jammern, dass ich keine Äpfel mehr sehen kann 😛

        Ich bewundere deinen Einsatz für die Pflanzen 😀 Mit Hagel müssen die bei mir im Garten selbst zurechtkomme – was nicht stark genug ist, stirbt eben. Bin für gnadenlose Selektion. Wobei es bei uns selten hagelt, wir leben in einem „Hagelloch“.
        Dafür blutet mein Herz, wenn ich mir den Nussbaum anschaue, an dem alles Grüne eingefroren wurde und der jetzt braun wird 😦

        Nun ja, ich versuche es positiv zu sehen – weniger Zeit beim Ernten verbringen heißt mehr Zeit zum Schreiben haben.

      2. Ja, und nächstes Jahr kommt bestimmt! Oft, wenn Obstbäume ein Jahr kaum etwas tragen (aus dem einen oder anderen Grund), tragen sie dann im nächsten Jahr doppelt so viel. Aber das kann man natürlich leichter verschmerzen, wenn man nicht davon leben muss.

        Rigoroser Rückschnitt, das muss ich mir merken. Nächstes Mal probier ich das. Wobei ich das Rückschneiden auch schon mal bei anderen Pflanzen probiert habe und das war so eine 50-50-Chance, dass es neu austreibt, oder eben gar nicht mehr kommt. (Was beim Basilikum ja wurscht ist, weil der ja sowieso stirbt.)

  2. Mein Basilikumstatus: verstorben. Ansonsten habe ich voller Euphorie bereits meinen Kräutergarten besamt. Großer Fehler. Da kommt dank Dauerfrost wohl nichts mehr heraus. Jetzt drücke ich für dich alle Däumchen. Viele Grüße, Liane

  3. Basilikum? – Bei mir mehrjährig. Allerdings selbst gezogener, in Töpfen auf der Fensterbank. Hungriges Zeugs: wollen viel Licht, viel (aber nicht zu viel) Wasser, immer wieder Dünger.
    Frühling? – Herzliches Beileid allen Frostgeschädigten! Wir müssen hier noch die Eisheiligen überstehen. (Vorher beschreie ich lieber nichts!) Aber wegen Kälte & Regen verspätet sich auf den Beeten alles, angefangen mit Bearbeitung und Einsaat …

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