„Für alle Autoren, die zweifeln“ – von Umivankebookie

Umivankebookie hat einen wunderbaren Text geschrieben, der so gut wie jedeN AutorIn betrifft, den/die ich kenne. Manche sprechen mehr darüber, manche weniger. Danke, Umivankebookie!

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Liebe Leser,

seit einiger Zeit gehen mir viele Dinge durch den Kopf, die mir als Bloggerin sowohl in Zusammenarbeit mit Autoren, als auch ‚von außen‘ in den Social Media aufgefallen sind und denen ich hier Ausdruck verleihen möchte. Dieses ist der erste Post seiner Art und ich schreibe meine Gedanken so, wie sie mir gerade gekommen sind nieder. Mir ist es wichtig darauf aufmerksam zu machen, denn ich denke nicht, dass ich die Einzige bin, die so denkt. Außerdem gibt es viele Autoren, die sich dieselben Gedanken machen, von denen wir aber kaum etwas wissen, da sie es in den wenigsten Fällen ansprechen.

Ich habe beobachtet, dass viele AutorInnen, die großartige Bücher schreiben, viel an sich selbst und ihrer Arbeit zweifeln, das bis hin zur Aufgabe ihrer Leidenschaft zu Schreiben führen kann. Das finde ich sehr schade, denn sie erschaffen fantastische Welten, sie schreiben so wundervoll, aber weil die Verkaufszahlen…

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Erzählung zu Blue Scales – Drachenmond-Anthologie

Auch ich bin mit von der Partie – meine Erzählung in der Anthologie „Wenn Drachen fliegen“ entführt euch in die Vergangenheit von Christies Ziehvater und dessen verbitterter Mutter Pheng …

Hallo meine Lieben,

Möglicherweise hat der/die Eine oder Andere unter euch meinen Roman „Blue Scales – die Drachen von Talanis“ gelesen und möchte gern mehr über die Familie Song erfahren. Auf meiner Facebook-Seite hatte ich vor einigen Monaten eine Umfrage gemacht, wer oder was euch abseits der Haupt-Storyline interessieren würde. Viele meinten, die Großmutter bzw. Hintergründe zu Christies Ziehvater wären spannend. Daraus hab ich nun eine Erzählung geformt, die in der

Kurzgeschichten-Anthologie „Wenn Drachen fliegen“

beim Drachenmond-Verlag erschienen ist.

€2,99 https://www.amazon.de/dp/B06XX4BLTY

Brave Boys – eine „Die Drachen von Talanis“-Erzählung

Die Erzählung „Brave Boys“ behandelt eine Kindheitsepisode aus dem Leben von Christies Ziehvater, dem Roten Drachen Long Song, sowie dessen Bruder Thien und ihrer gemeinsamen Mutter Pheng. Auch Großmama Pheng hatte es nicht immer leicht. Allzu viel möchte ich an dieser Stelle nicht verraten …

Natürlich sind auch noch zahlreiche andere AutorInnen mit Erzählungen zu ihren Drachenmond-Büchern in der Anthologie enthalten, die nur als eBook erhältlich sein wird, da es sich dabei um einen Schinken epischen Ausmaßes handelt …

So u.a.: Marion Hübinger, Sarah Adler, Marlena Anders, Alexandra Fischer, Laura Labas, Asuka Lionera, Mirjam H. Hüberli, Julia Dessalles, Liane Mars, Alexandra Fuchs, Salome Fuchs, Ana Woods, Anne-Marie Jungwirth, Christelle Zaurrini, Christian Handel, D. B. Granzow, Emily Thomsen, Helena Gäßler, J. T. Sabo, Julia Adrian, Julia Seuschek, Julianna Grohe, Lillith Korn, Linda Schipp, Lisa Rosenbecker, Mareike Allnoch, Marie Graßhoff, May Raven, Nica Stevens, Nina MacKay, Sarah Nisse, Teresa Kuba, Ava Reed, Charlotte Zeiler, Elke Thomazo, Kerstin Ruhkieck, Olivia Mikula, Sandra Florean

Der Erlös des eBooks kommt dem Stand auf der Frankfurter Buchmesse zugute – damit wir alle mehr Platz haben. Ich würde mich freuen, wenn ihr im Herbst 2017 bei uns vorbei schaut!

LBM 2017 – Von Dracheneiern, Drachennächten und Drachengeflüster

Wie viele Leute gehen schon auf eine Buchmesse? So viele, dass Autorin Katharina V. Haderer bei der Anfahrt fast nicht mehr in den Zug-Wagon gepasst hat …

Bücher sind ja nicht wirklich dafür bekannt, körperlich zu erschöpfen. Nach der Buchmesse weiß man, hierbei handelt es sich um ein gemeines Vorurteil. Ich sitze mit winzigen Augen an meinem Computer. Die Leipziger Buchmesse war ein gigantisches Spektakel, das ich nicht hätte missen wollen.

Wo soll ich beginnen? Am besten mit BÜCHERN:

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Copyright by Astrid Behrendt, Drachenmond-Verlag

Aus dem Drachenei geschlüpft

Gleich beim ersten Blick schlich es sich in mein Herz, ich war verliebt auf einen Blick – und zwar die Neuauflage vom „Herz im Glas“! Mein eigenes Herz (heute mal nicht im Glas) machte richtig einen Satz, als ich endlich durch die gedruckten Seiten blättern konnte – mit den Innengestaltungen und der Schrift ist es so verdammt schön geworden, ich kann euch gar nicht sagen, wie begeistert ich bin 🙂 Das Drachenei am Foto war übrigens ein Geschenk auf der LBM – es ist handgemacht und passt perfekt zum Buch, ist es nicht herrlich?

Mein Drachenmond-Verlagsstand hatte eine wunderbare Position neben der Fantasy-Leseinsel, sodass man auch immer wieder den Lesungen lauschen konnte. So konnte ich sowohl bei Kai Meyer reinhören, der aus seinem „Krone der Sterne“-Roman vorgelesen hat, als auch Nica Stevens, die aus ihrem neuen Buch „Hüter der fünf Leben“ vorlas, der frisch zur Buchmesse erschienen ist.

Die LBM ist ja ziemlich riesig, ich hatte ein bisschen das Gefühl, durch die gigantischen Komplexe eines riesigen Raumschiffes zu stapfen, bis endlich dort ankam, wo ich hinwollte. Auch in die Cosplay-Halle bin ich gewandert – so etwas hab ich noch nie gesehen! Hunderte, wenn nicht tausende Cosplayer, ein Kostüm aufwendiger als das nächste – Djafar aus Aladdin, Arielle, Zack von FFVII, Luffy aus One Piece, ein Ballkleid aus Buchseiten – man konnte sich wirklich nicht sattgucken. Eine Cosplayerin hab ich bei ihrem Mittagessen gestört … ihr wisst vielleicht, ich bin ein Witcher-Fan, und wenn Cirilla meinen Weg kreuzt, brauch ich ein Foto mit ihr!

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Signierstunden waren natürlich auch angesagt, Samstags platzte der Stand aus allen Nähten – so viele LeserInnen kamen vorbei, um uns zu besuchen und die eine andere Signatur abzustauben. Hier habe ich Laura Labas erwischt, als sie sich die Finger wund signierte. Bei ihr erschien soeben der zweite Teil zu „Ein Käfig aus Rache und Blut“ namens „Ein Thron aus Knochen und Schatten„.

Sternenkleider in Drachennächten

Abends ging es dann eilig weiter zur Drachennacht, Marie Graßhoff (Autorin von Kernstaub und bald auch „Die Schöpfer der Wolken“ hatte dafür das DaCapo-organisiert und gemeinsam mit anderen wahnsinnig tolle Arbeit geleistet, damit alles über die Bühne gehen konnte. Die Gäste kamen pünktlich wie zur Eieruhr, und alle waren so wahnsinnig lieb! Unser EC-Gerät hat gesponnen, und jeder Einzelne war so wahnsinnig verständnisvoll und lieb… der Drachenmond-Verlag hat einfach super Fans, alle lässig und entspannt. Ober-Drachenmama Astrid hatte ein wundervolles Sternenkleid an, in dem sie moderierte, und so viel ich mitbekommen hatte, hatten alle eine schöne Zeit! ❤

Links oben seht ihr Foto-Props, die ich für die Drachennacht gebastelt habe, gemeinsam mit Julianna Grohe, der Autorin von der „vierten Braut“, mit der ich auch rechts unten auf dem Foto zu sehen bin. Des Weiteren darauf: Astrid Behrendt, Verlagsleiterin und Drachenmama, und Julia Adrian, Autorin von „Die 13.Fee“ und soon to come „Winters zerbrechlicher Fluch„. Links unten: Ein Großteil des Verlagsteams, das bei der Drachennacht mitgewirkt hat!

Der letzte Tag, der Sonntag, bestach als „Familientag“ durch einige Erholungsmomente, in der sich AutorInnen dem Signieren für den Verlagsshop widmen konnten. Nach und nach brachen die ersten Leute auf und machten sich auf den Heimweg – mit Auto, Bus, Zug und Flugzeug.

Ein paar Fotos konnte ich noch knipsen, bevor auch ich den Heimweg antreten musste – links oben zu sehen mit Alexandra Fuchs, Autorin der „Straßensymphonie“, darunter mit Autorin Mirjam Hüberli, deren „Rebell“ für den besten Internationalen Roman beim Phantastik-Preis nominiert ist, anschließend Nica Stevens, Autorin der „Verwandte-Seele-Trilogie“ und Rica Aitzetmüller, Coverdesignerin von u.a. „For Good“.

Ein Dank an all das Drachengeflüster

Was soll ich sagen? Es war einfach eine tolle Zeit. Und jeder aus dem Verlag stimmt da mit ein. Es waren Power-Tage, die uns viel abverlangt haben – aber auch so viel gegeben. Es ist einfach wunderbar, Gleichgesinnte zu treffen, oder jemanden, der genau DEIN Buch in den Händen hält, und beschließt, Cover, Klappentext und Verlagslogo eine Chance zu geben. Die Drachenmond-Fans sind es, die den Verlag groß machen. Es war so schön, die vielen Drachenflüsterer kennenzulernen und mal die Gesichter zu den Facebook-Namen zu sehen.

Alle, die mich vielleicht sehen wollten aber verpasst haben – ich hoffe, im Herbst wieder in Frankfurt mit von der Partie zu sein und freue mich auf euch!

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Das Verlagsteam beim Drachenmond-Stand, Foto von Christelle Zaurrini

Am Rückflug war ich auch noch in guter Gesellschaft – die Stunde flog nur so dahin (flog … hahaha, was für ein Witz! Denn Autorin Madeleine Puljic (Das Herz des Winters) und Susanne Ertl (Schneestern) waren ebenfalls am Heimweg Richtung Wien.

Liebe im Kopf: Die liebsten Liebespärchen in Büchern

Beim Schreiben und Lesen fliegen auch mal die Funken: Über das Prickeln von Liebesgeschichten zwischen den Seiten – aus Sicht der AutorInnen oder LeserInnen.

Valentinstag naht. Manche haben etwas vor, manche nicht – aber darum soll es hier ausnahmsweise nicht gehen! Heute möchte ich auf besondere Art und Weise Romantik in euer Heim bringen: Liebe AutorInnen-KollegInnen haben mir nämlich verraten, welche Liebespärchen zu schreiben ihnen ein besonderes Prickeln entlockt hat! In diesem Rahmen möchte ich ein Projekt vorstellen, das gern auch Nachahmer finden kann:

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Unter dem Motto „dein liebstes Liebespärchen“ gilt es, diejenigen Love-Interests, Liebestriangles, unglücklichen oder glücklichen Romanzen vorzustellen, die euch nicht loslassen – welcher Roman hat euch mit seinem Liebesplot so richtig gefesselt, egal ob selbst geschrieben oder von eurem Lieblingsautor? Welchen Filmkuss könntet ihr euch auch hunderte Male ansehen? Am Ende des Beitrags findet ihr auch einige Banner, die ihr gern dafür verwenden könnt (die verwendeten Bilder und Schriften sind auf Websites & Co. rechtlich nutzbar), ich freue mich natürlich, wenn ihr auf den Originalbeitrag verweist 🙂 .

Und nun direkt zu den Damen, denen es oftmals gelingt, mit nichts anderem als einer Computertastatur die Herzen ihrer LeserInnen höher schlagen zu lassen – denn wie wir alle ahnen:

Erotik beginnt im Kopf!

Lest also über die schönsten Schreiberlebnisse in Liebesdingen der Autorinnen Julia Dessalles, Sandra Florean, Julianna Grohe, Marion Hübinger, May Raven, Christelle Zaurrini und Charlotte Zeiler …

Viel Freude beim Lesen!


 

Julia Dessalles: Ruby & Kai ❤

dessalles„Versuch nur nicht zu sabbern? War der Typ denn vollkommen übergeschnappt? Sie hasste ihn aus tiefstem Herzen, wie er da so entspannt lehnte und darauf wartete, dass sie ihn küsste. Ihn! Küsste!“ (aus: Rubinsplitter: Funkenschlag und Tränenspur)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Julia: „Obwohl es eine Hassliebe mit gepfefferten Dialogen ist, bringt der andere jeweils das Beste in seinem Gegenüber zum Vorschein. Die beiden sind teilweise fürchterlich zueinander, aber gleichzeitig spürt man dieses zarte Band, das Kai – den Kusslippenkotzbrocken – nach und nach in einen sensiblen Jungen verwandelt, der bis über beide Ohren in Ruby verknallt ist.“

 


 

Sandra Florean: Dorian & Louisa ❤

coveroriginalDorian: „Ich hatte Kriege erlebt, Frauen und selbst Kinder sterben sehen, Folter und Grausamkeiten gesehen und begangen, Menschen getötet, viele Menschen – auch Unschuldige. Nichts davon hatte mir schlaflose Tage bereitet. Eine Sterbliche namens Louisa schaffte es mit einem Blick.“

Louisa: „Er wusste genau, dass er gut aussah. Männer, die wussten, was sie hatten, und wie sie wirkten, spielten nur mit Frauen wie mir. Hier gab es reichlich hübschere Kandidatinnen. Warum sollte er es dann ausgerechnet auf mich abgesehen haben? Bestimmt nur, um mich zu demütigen, oder aus Experimentierfreude, oder … wer wusste schon, was sich Männer dachten.“ (beides aus: Die Nachtahn-Reihe)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Sandra: „Ich hab es Dorian nicht gerade leicht gemacht, Louisa zu erobern. Sie ist ein sehr eigenwilliger Charakter, und die beiden trafen sich, als sie gerade eine schwere Phase in ihrem Leben durchmachte und schlichtweg kein Interesse an Männern hatte. Schon gar nicht an gut aussehenden, die nach Geld stanken. Dennoch kämpft er hart um sie und erobert sie stückweise. Allerdings dauert es, bis sich Louisa vollends fallenlassen kann. Natürlich spielt Dorians düstere Vergangenheit da eine Rolle und nicht zuletzt die Tatsache, dass er gar kein normaler Mann, sondern ein Vampir ist. Aber nachdem sie sich endlich zu ihren Gefühlen bekannt hat, war es gar nicht so leicht, diese Liebe noch zu sabotieren. Dennoch hab ich mir als sadistisch veranlagte Autorin die größte Mühe gegeben und manchmal sah es wirklich nicht gut für die beiden aus …“


 

Julianna Grohe: Mayrin Barnaby & Hauptmann Edmund Kane ❤

die-vierte-braut-730x1030Vorsichtig schielte ich zu ihm auf. Sein dunkelbraunes Haar war ein wenig zerzaust – bestimmt hatte er schon geschlafen. In mir erwachte der unbändige Wunsch, mit meinen Fingern durch genau diese Haare zu gleiten, während er …
Mayrin Barnaby, dachte ich, erschrocken über diesen merkwürdigen Gedanken, hör sofort auf damit! Ich kannte den Mann überhaupt nicht! Und das Wichtigste war immer noch die Frage, wie ich schnellstmöglich heimkam.
„Also?“, durchbrach Hauptmann Kane die Stille.
Meine Wangen wurden heiß, was sicher nur am Wein und der Wärme des Raumes lag.
Als ich nicht antwortete, hakte er nach: „Weshalb wollen Sie hier so dringend fort, dass Sie sich sogar in Lebensgefahr begeben?“
Sollte es in diesem riesigen Schloss doch einen Menschen geben, der bereit war, mir zuzuhören?! War dies meine Chance?
„Ich muss unbedingt morgen früh in Talebridge sein!“, erklärte ich und blickte ihn um Verständnis flehend an.
„In Talebridge?“, wiederholte er, und ich hatte den leisen Verdacht, dass er sich über mich lustig machte. „Und wie wollten Sie das anstellen?“
„Ich weiß nicht, Sir. Aber mir wäre schon etwas eingefallen, wenn ich aus diesem Schloss nur endlich herauskäme!“
Auf seiner Wange bildete sich ein Grübchen. (aus: Die vierte Braut)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Julianna: „Es war wunderbar, sich das Leben in einem historischen Schloss mit Kronleuchtern, Geheimgängen, Prinzen und jeder Menge Bediensteten vorzustellen und in die Welt einer königlichen Brautschau einzutauchen.
Ich liebe die unkonventionelle Art in der Mayrin die Brautschau meistert und das Herz des Hauptmannes erobert, obwohl er doch eigentlich auf keinen Fall eine Ehefrau möchte.“


 

Marion Hübinger: Liam & Sarina ❤

cover-soulcolours1„Im nächsten Moment liegen unsere Münder aufeinander, erkunden einander, erzählen ihre eigene Geschichte von Sehnsucht, Verlangen und all den Ängsten um den anderen. Dabei fällt endlich die Anspannung der letzten Tage von mir ab. Dank Liam kann ich für den Moment vergessen. Was hinter uns liegt. Und mich auf etwas Neues einlassen. Mit ihm an meiner Seite.
„Die Erde also, hm“, murmle ich und atme tief durch.
Wenn meine Scans jetzt irgendwo aufleuchten würden, dann mit Sicherheit hellgrün. Vor Freude und auch ein wenig vor Glück.“ (aus: Soul Colours – Blaue Harmonie)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Marion: „Sarinas Leben wird durch Liams Ankunft auf dem Planeten Aeterna von Anfang an erschüttert. Anfangs hasst sie ihn dafür. „Also, er heißt Liam McKenzie, und ich kann nur sagen, dass er ein eingebildeter Idiot ist!“ (O-Ton Sarina) Er ist schon eine Art Bad Boy, aber mit den besten Absichten. Im Laufe der Zeit öffnet er ihr die Augen über die grausamen Machenschaften auf ihrem Heimatplaneten und Sarina lässt sich an seiner Seite auf eine Rebellion ein.  „Glaub mir, Sarina, es war das Richtige, was du gemacht hast. Auch wenn es sich jetzt noch nicht danach anfühlt.“ (O-Ton Liam) Am Anfang verbindet die beiden mehr das gemeinsame Ziel, aber dann funkt es schon gewaltig, mitten im Strudel um den Kampf gegen das System.
Ich mochte es beim Schreiben, dass es zwischen Sarina und Liam anfangs ordentlich gefetzt hat, dass Sarina aber dank diesem Mann eine innere Veränderung durchgemacht hat: von der strongen Paria, die alle Gefühle im Griff hat, hin zu einer aufbegehrenden und sensiblen jungen Frau.  Und Liam ist für mich einfach der Typ, an dessen Schulter man sich anlehnen möchte. Ich mag ihn, weil er eine harte Seite hat, die er in seinem Beruf zeigt, aber eben auch eine weiche. Ein Traumprinz eben! *grins* Liam und Sarina sind für mich einfach das perfekte Paar, sie gehen in meiner Trilogie sozusagen durch dick und dünn !“


May Raven: Jessamine & Matej ❤

monster-geek-web-693x1030„Mein „Uff“ hatte daran gelegen, dass ich zuerst auf den Seesack in meinem Rücken gefallen und schließlich Matej mit seinem ganzen Kampfgewicht auf mir gelandet war. Wo er auch jetzt noch immer seelenruhig liegen blieb. Hallo, ich bin keine Matratze.“

„Für einen Augenblick war es, als wäre die Zeit stehen geblieben; ein Moment, in dem wir uns in den Augen des anderen verloren. Jegliche Sinne konzentrierten sich nur noch auf Matej: kein Laut mehr, außer seinem Atem; kein Geruch, außer seinem; keine Empfindung, außer seinem hitzigen Körper auf meinem.
Und dann, endlich, senkte er seine Lippen auf meine und sein Mund nahm mich in Besitz. Dort war kein Zögern, keine Zurückhaltung oder ein langsames Herantasten, wie ich erwartet hatte – nein. Nur raues, loderndes Feuer.“ (beides aus: Monster Geek – die Gefahr in den Wäldern)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Martina: „Ich mochte total gerne dieses hin und her zwischen den beiden. Diese eindeutige Anziehung, gegen die sich beide gewehrt haben, vor allem Jess. Außerdem fand ich die Dialoge so schön witzig und auch das gewisse Verbotene an Matej, da dieser ja eigentlich ein Pfarrer ist.


 

Christelle Zaurrini: Amy & Sean ❤

13996228_1734628020119642_7701503554813801416_o„Als meine Beine schlappmachen, schwimme ich wieder an die Oberfläche und entdecke Sean, der mich mit funkelnden Augen mustert. Er zieht den Schnorchel aus dem Mund und kommt zu mir herangeschwommen. »Sag mir, ob sich das Abenteuer schon gelohnt hat«, ruft er überschäumend von Glück. Und ich kann nicht anders, als ihn zu umarmen. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal nichts außer purem Glück empfunden habe. Unsere Welt ist nicht immer schön, aber er hat
mir gezeigt, dass es immer noch Stellen gibt, für die es sich zu kämpfen lohnt. Für die es sich lohnt, zu leben.
»Danke«, hauche ich, und spüre, wie sich meine Kehle verengt. Tränen laufen mir über die Wangen und vermischen sich mit dem salzigen Wasser, in dem wir uns befinden. Hoch und runter wippend bleiben wir im Wasser. Meine Arme liegen immer noch um Seans Hals und ich kann seinen wilden Herzschlag an meiner Brust spüren. »Danke, dass du mir das hier gezeigt hast.«“

„Nach allem, was passiert ist , kann ich niemanden lieben. Wenn ich es könnte, würde ich dich lieben.“ (beides aus: Forbidden Desire: Amy & Sean)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Christelle: „Die Beziehung der beiden ist ziemlich knifflig, da Amy in einer Ehe steckt, die sie seelisch und körperlich sehr belastet. Zunächst sind Amy&Sean auch nur Freunde – und schon da hat Amy ein schlechtes Gewissen. Ihr Mann hat sie voll im Griff und schafft es, ihr all das Glück und den Spaß am Leben zu nehmen. Erst Sean zeigt ihr wieder die schönen Seiten der Welt. Ihre Gefühle kommen schleichend und bringen gleichzeitig die dunklen Seiten hervor. Ich liebe die knisternden Momente, die gleichzeitig auch Traurigkeit mit sich bringen. Ich mag aber auch die freien Momente der beiden, an denen sie nicht daran denken, dass ihre Liebe nicht sein dürfte. Die beiden verbindet mehr als Leidenschaft und Lust, sie zeigen sich gegenseitig, dass das Leben lebenswert ist – egal was passiert.“


 

Charlotte Zeiler: Mia & Oliver ❤

la-vita-seconda-207x300„Mia hatte ihn nicht gesehen. Gott sei Dank!
Wahrscheinlich  wegen der tief stehenden Sonne, denn jetzt schob sie sich die getönte Brille vom Haar über die Augen.
Geräuschvoll atmete er aus. Er benahm sich wie ein dummer Schuljunge. Doch irgendwie konnte er nichts dagegen tun.
Das Sommerkleid, das sie trug betonte ihre zarte Figur und ließ sie unglaublich sexy aussehen.
Außerdem musste sie beim Friseur gewesen sein. Die Haare waren deutlich kürzer und doch sah sie femininer und verführerischer aus,
als mit ihren langen Haaren, die sie immer nur lieblos zu einem  Pferdeschwanz gerafft hatte. Herrgott!
Er hörte sich ja an, wie jemand der es nötig hatte. Reiß dich zusammen Mann!“ (aus: La Vita Seconda)

Was macht das Prickeln zwischen den Beiden aus?

Charlotte: „Beide Protagonisten der Gegenwart haben sich sozusagen ins Buch geschlichen und ich habe mich in sie verliebt (geplant waren sie eigentlich nur als „austauschbare“ Nebencharaktere) . Das erste Mal kennengelernt haben sie sich beim Kölner Karneval, genauer gesagt an Weiberfastnacht.
Mia arbeitet als Krankenschwester auf einer Intensivstation in einem kleinen Krankenhaus, am Rande der Stadt, und war an Karneval als Katze (Catwoman) verkleidet in Köln mit Freundinnen unterwegs. Oliver (kein Kind von Traurigkeit) arbeitet als Assistenzarzt in der Uniklinik und hatte an Weiberfastnacht einen mächtigen Kater. Sechs Monate später tritt er seine neue Stelle als Stationsarzt auf der Intensivstation an, wo zufällig auch Mia arbeitet. Ob aus beiden letztendlich ein Pärchen geworden ist, möchte ich natürlich noch nicht verraten!“


 

Welche Bücher-Pärchen lassen eure Herzen höher schlagen?

Gibt es Liebesgeschichten, die ihr immer und immer wieder lesen könnt? Texte mit dem ’speziellen Funken‘, die euch angesprochen haben? Oder schreibt ihr sogar selbst und habt euch ein bisschen mit euren Charakteren mit-verliebt? Wer ist euer Non-Plus-Ultra-Pärchen – und dabei schnurzpiepegal, ob hetero-, bi-, homo- oder vielleicht sogar eine Liebe, die von Romantik absieht? Dann haut in die Tasten!

Das solltet ihr preisgeben: Wie heißt das Pärchen (… oder Love-Triangle, oder …)? Welches Zitat über die beiden findet ihr besonders schön? Und was macht den speziellen Funken, das Prickeln zwischen den beiden aus?

Fühlt euch frei, #meinliebstesLiebespärchen weiter zu verwenden! Anbei findet ihr auch noch ein paar Banner, die sich über Verwendung freuen. Ich freue mich natürlich, wenn ihr mich verlinkt und ich EURE Ideen zu Gesicht bekomme! Ihr findet mit auch auf http://www.facebook.com/katharinavhaderer

Viel Spaß und schönen Valentinstag, ob mit oder ohne Buch!

eure Katharina

Feel free to use:

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„Ist das Gras auf der VIECC auch so weich?“

Viel Kram, Autogramme, für die man zahlen muss, aber Gott sei Dank auch ein Amt für Aetherangelegenheiten, Cosplayer und LARPer.

Noch nie auf einer Comic-Messe gewesen, daher gestern diesen Umstand behoben. Kommerzieller, als ich es mir vorgestellt habe. Dafür, dass ich 31€ Eintritt zahle (geschweige von den 2€ Bearbeitungsgebühren dafür, dass ich mir mein Ticket als Print-on-demand ausdrucken darf), hätte ich mir erwartet, von den Veranstaltern selbst auch etwas geboten zu bekommen, für das ich nicht zusätzlich zahlen muss. Das, was die VIECC allerdings bunt und unterhaltsam macht, sind die hunderten Cosplayer, die als Privatpersonen dort unterwegs sind und selbst Unmengen an Zeit und Geld in ihre Kostüme investiert haben.

Natürlich bin ich von der Konsumlust nicht total befreit, weswegen ich heute Morgen meinen Kaffee aus diesem „Mir hat jemand auf den Kopf gehauen“-Häferl oder „Ich hatte noch keinen Kaffee“-Häferl oder schlicht Horny-Häferl schlürfe (je nachdem, aus welchem Blickwinkel man etwas betrachtet). (Und ja, meine deutschen Kumpanen, das ist ein Häferl und keine Tasse, eine Tasse ist leider etwas anderes!)

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Und schlussendlich habe ich doch noch Dinge und Leute gefunden, mit denen ich ein Foto machen bzw. mir ein Autogramm holen durfte, ohne dafür 45€ berappen zu müssen. So wurde ich eine Zeit lang von einer zerstörerischen Maschine verfolgt und das Klingeln dieser absonderlichen Nonnen hallt mir noch jetzt in den Ohren (aus irgendeinem mir unerfündlichen Grund empfinde ich gerade großen Scham).

Nicht zuletzt fand ich beim Amt für Aetherangelegenheiten nicht nur sehr stylisch gekleidete Beamte, sondern hab Gott sei Dank dort auch noch Sabine Simmet, Anja Bagus und Carsten Steenbergen getroffen!

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Die in der Mitte so glücklich aussieht bin ich, links Carsten Steenbergen und rechts Anja Bagus, beides Steampunk-AutorInnen

Wer die beiden noch nicht kennt, sollte das schnell nachholen – daher nun „Das Buch zum Kopf“, wie ich es so schön nenne:

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Carsten Steenbergen & T.S. Orgel – „Steamtown – die Fabrik“

Carsten Steenbergen hat zusammen mit T.S. Orgel den Steampunk-Roman „Steamtown“ geschrieben. Der Roman an sich ist schon eine spannende Sache, aber noch toller sind Carstens Auftritte mit seinem Team. Gemeinsam bieten sie eine interaktive Lesung (heute auch nochmal um 14:00-15:00, falls jemand da ist) mit verschiedenen Sprechern und mit Einbezug des Publikums, das Geräusche je nach Setting beisteuern muss.

Steamtown soll es auch in Zukunft als Hörspiel geben, daran wird momentan gearbeitet. Hier könnt ihr in eine Kurzgeschichte reinhören!

Klappentext:

Auf den Stufen der Bakers Hall von Steamtown liegt eine bestialisch zugerichtete Leiche. Der junge Agent Eric van Valen wird zusammen mit dem abgehalfterten Pater und Ætheromanten Siberius Grand und dem seltsamen Forensiker Mister Ferret vom Ministerium Seiner Majestät beauftragt, den Mörder zu finden – oder wenigstens jemanden, der schuldig genug aussieht. Doch was als simple Mordermittlung in der Unterwelt der von Plasmalicht und Kohlefeuer erhellten Stadtmetropole beginnt, scheint tiefer zu gehen und konfrontiert sie mit ihren düstersten Albträumen. Albträume, in denen höllische Geschöpfe auf die drei Ermittler lauern, dunkle Vergangenheiten und eine Verschwörung, die die Stadt Steamtown in ihren Grundfesten erschüttert.

Steamtown als Buch: https://www.amazon.de/dp/B00WSCLPRU/

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Anja Bagus – „Aetherhertz“ und andere Aetherwelt-Romane

Auch wenn Anja Bagus auch schon in anderen Genres veröffentlicht hat, höre ich „Steampunk“ – denke ich an Anja. Ich finde, sie ist im deutschsprachigem Raum Szene-prägend. Besonders gut gefallen hat mir ihr Annabelle-Rosenherz-Roman „Aetherhertz“, den ich auch für Einsteiger empfehlen kann. Der giftig-grüne Aether ist etwas, das in einer alternativen Vergangenheit plötzlich überall in Deutschland auftaucht – und Menschen zu Monstren verändern, aber auch als Energiequelle genutzt werden kann. Eine interessante, wenn auch zwiespältige Sache für Erfinder und finanzielle Aufsteiger. Und ein toller Aufhänger für viele Romane. Aetherhertz gibt’s übrigens auch als Hörbuch.

Klappentext:

Seit der Jahrhundertwende steigt grüner Nebel über den Flüssen auf. Æther ist für die Industrie ein Segen, für die Menschen ein Fluch. Luftschiffe erobern den Himmel, Monster bevölkern die Auen.
Wir schreiben das Jahr 1910: Im mondänen Baden-Baden scheint die Welt noch in Ordnung. Doch während die Kurgäste aus aller Welt durch die Alleen und den Kurpark flanieren, sterben junge Frauen an einer mysteriösen Vergiftung.
Das Fräulein Annabelle Rosenherz versucht die Ursache herauszufinden und gerät dabei selbst in große Gefahr, denn sie hat schon lange ein Geheimnis. Als sie der Wahrheit zu nahe kommt, nimmt man sie gefangen.
Auf den finsteren Höhen des Schwarzwalds verliert sie fast ihren Verstand und es entscheidet sich, ob Annabelle sich selbst akzeptieren kann, und ihre erste Liebe stark genug ist, den Widerständen der Gesellschaft zu trotzen.

Aetherhertz auf Amazon: https://www.amazon.de/dp/B00CP6V0D8/

Ab in die LARP-Ecke

Last but not least, war auch der Profil-LRV in der Larp-Ecke anwesend. Dort habe ich Kai einen Besuch abgestattet, der auch als „Glücklicher Hans“ seine Momente hatte. LARP bedeutet Live-Action-Role-Playing. Wer von euch vielleicht schon mal Pen&Paper-Rollenspiele wie „DSA“ gespielt hat, kann sich das Ganze so vorstellen: Du bist ein Charakter. Es gibt eine Geschichte. Aber anstatt dir das Ganze im Kopf vorzustellen, rennst du wirklich herum, gewandet, teilweise auf unglaublich großen Settings (egal ob Fantasy oder rein historisch) und spielst deine Rolle aus. Alle anderen machen dasselbe. Und du hast keine Ahnung, was ihr Ziel ist. Die Geschichte entspinnt sich über den Tag oder das Wochenende hinweg und nimmt seinen eigenen Weg, je nachdem, wie die Spieler ihre Rollen ausleben.

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Der Profil-LRV bietet im Winter auch Brunches an. Also Brunch mit LARP-Thema, sicher auch gut zum Hineinschnuppern.

 

Am Heimweg habe ich dann noch viel Vergnügen mit der Broschüre gehabt, die beim Eingang ausgeteilt wurde. Chapeau an den/die TexterIn. Ich bin mir sicher, die Bravo-Heft-Atmosphäre war beabsichtigt.

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Sprechblase: „Ist das Gras in Austria eigentlich auch so weich??“

So fragte unter anderem Lilly Fortune im Bubble-Style: „Ist das Gras in Austria eigentlich auch so weich??“ Ich weiß es nicht, Lilly. Ich weiß es wirklich nicht.

Damit alles Liebe an euch alle und bis bald!

Sandra Florean über „Die Seelenspringerin“ + Gewinnspiel

Sandra Florean im Interview über Anne Rice, die sie das erste Mal in die Welt neuartiger Vampire entführt hat, über die Herausforderung, sich in neue Wesenheiten wie Gestaltenwandler hineinversetzen zu müssen und ihre „unschuldige“ Protagonistin Tess mit einer ungewöhnlichen Gabe …

Die Seelenspringern: Abgründe.

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Coming 2016 Sep 27

„Nicht unsere Worte machen uns zu besseren Menschen, sondern unsere Taten.“
Tess verfügt über die unkontrollierbare Gabe, in das Bewusstsein übernatürlicher Wesen zu springen. Ein Albtraum für die junge Frau, da sie dabei Zeuge von Gewaltverbrechen wird, die sie jedoch nie verhindern kann. Mit einem Mal häufen sich die Sprünge und Tess ahnt, dass das kein Zufall sein kann. Sie vertraut sich dem Polizisten Jim an und hilft ihm schließlich bei der Aufklärung der Morde. Dadurch begibt sie sich so tief in die Welt der Übernatürlichen, dass sogar der Vampirgebieter Octavian auf sie und ihre Kräfte aufmerksam wird …

 

Interview mit einem Vampir … ähm, der Autorin natürlich! 🙂

Kathi: Mit der „Nachtahn-Reihe“ und „Schattenrot“ hast du dich im Vampir-Genre bereits etabliert. Auch in „Die Seelenspringerin – Abgründe“ spielen Vampire eine große Rolle. Woher stammt die Faszination für diese blutsaugende Spezies?

Sandra Florean: Ja, irgendwie komme ich von den untoten Gesellen nicht los. Ich glaube, alles fing tatsächlich mit „Interview mit einem Vampir“ an. Das war der erste Film, den ich gesehen habe (damals sogar im Kino – großartig!), der eine völlig andere Vorstellung von Vampiren vermittelte. Daraufhin habe ich die Bücher von Anne Rice verschlungen und mich absolut in „ihre“ Vampire verliebt – allen voran natürlich Lestat. Dieser moderne Vampir, der die Zeit überdauert und sich angepasst hat, gefiel mir. Schon damals wollte ich unbedingt meinen eigenen Vampir erschaffen. Wie viele Dinge, die ich mir wünsche, habe ich diesen dann ca. 2010 aktiv angepackt und heraus kam Dorian Fitzgerald, der erste Nachtahn 😉

In „Die Seelenspringerin“ durften Vampire deshalb nicht fehlen, allerdings wimmelt es dort vor allen möglichen – und unmöglichen – Kreaturen. Es ist also keine reine Vampirserie.

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Klassiker: „Interview mit einem Vampir“ mit Brad Pitt, Tom Cruise + Kirsten Dunst.

Kathi: Gibt es eine Szene bei „Die Seelenspringerin“, die zu schreiben dir besonders Spaß gemacht hat?

Sandra Florean: Alle 😀
Okay, ernsthaft: die Szenen mit Octavian, dem Vampirgebieter, sind mir besonders leicht gefallen, weil ich ihn einfach liebe.
In Band 2 geht es vermehrt um Gestaltwandler. Sich in einen Werlöwen oder Werwolf hineinzudenken, die tierische Seite zu „erleben“ und zu verstehen und mit der menschlichen in Einklang zu bringen, war eine ganz neue Erfahrung. Vampire sind mir bereits so vertraut, als gäbe es sie tatsächlich. Vielleicht spielen in „Die Seelenspringerin“ deshalb  so viele unterschiedliche Kreaturen mit, denn das macht das Schreiben zu einer Herausforderung.

Kathi: Wer ist dein Lieblingscharakter in „Die Seelenspringerin?“

Sandra Florean: Ich befürchte, ich werde in jedem Band einen neuen Liebling haben – was jedoch nicht heißt, dass das immer der Gute ist oder er oder sie das Buch überhaupt heil übersteht. *bösekicher*

Kathi: Weißt du noch, wie du zur Idee von „Die Seelenspringerin“ gekommen bist, quasi der erste Funke? (Die Frage würde ich auslassen, wenn du es nicht mehr weißt)

Sandra Florean: Ich wollte im Grunde mal eine Geschichte mit Übernatürlichen aus der Sicht eines normalen Menschen schildern. Nun ist Tess alles andere als normal, ihre Gabe ist schon ungewöhnlich. Aber sie verfügt über keine Superkräfte oder Fähigkeiten, die ihr in der doch recht gefährlichen Welt der Monster behilflich wären. Im Grunde werfe ich also eine unschuldige, junge Frau den gierigen und blutdürstigen Monstern aus unseren Albträumen zum Fraß vor – und sie muss Geschick und Einfallsreichtum beweisen, um sich aus brenzligen Situationen zu retten, in die sie zwangsläufig gerät. Ob es ihr immer gelingt? Ihr werdet es sehen …

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Welche Bedeutung mag dieses Symbol haben? Findet es im Buch heraus …

Kathi: Wird die Seelenspringerin eine Fortsetzung finden, und falls ja, sind die Bücher getrennt lesbar?

Sandra Florean: Ja. „Die Seelenspringerin“ ist als Mystery-Thriller-Serie konzipiert. Das heißt, jeder Band enthält eine abgeschlossene Geschichte (meist einen Kriminalfall). So kann man als Nicht-Vampirfan auch einfach zum nächsten Band greifen, in dem es mehr um Gestaltwandler, Hexen oder Dämonen geht. Natürlich werden allerdings in Band 1 rote Fäden gesponnen, die sich durch alle Bücher ziehen. Sie werden in jedem Band kurz erläutert, damit das Bild stimmig ist, wenn man mittendrin einsteigt. Den vollen Lesegenuss hat man allerdings, wenn man alle Bände nacheinander liest 😉

Kathi: Wann und wo kann man dich das nächste Mal/die nächsten Male treffen?

Sandra Florean: Ein paar öffentliche Termine habe ich dieses Jahr noch.

  • 01.10.2016
    Premierenlesung „Die Seelenspringerin“ und Signierstunde im Drachennest zusammen mit Ava Reed und anderen Drachenmond-KollegInnen
    Shop des Drachenmond Verlags, Leverkusen
  • 21.10.2016
    Frankfurter Buchmesse
    15.15-16.00 Uhr Meet & Greet und Signierstunde am Stand des Drachenmond Verlages zusammen mit Kerstin Ruhkieck
  • 22.10.2016  
    Bucon Dreieich Büchertisch und Signierstunden
  • 19.+20.11.2016  
    Buchmesse Berlin, Estrel Hotel, Sonnenallee 225, 12057 Berlin
    Büchertisch und Signierstunde zusammen mit Gabriele Ketterl, Andrea Kleinwechter und Denise Träbing

 

Am 27. September 2016 kommt im Drachenmond-Verlag ihr neues Buch „Die Seelenspringern – Abgründe“ heraus. Wer bis dahin direkt bei Sandra Florean bestellt, bekommt das Buch mit persönlicher Widmung und passendem Lesezeichen und kleinem Dankeschön. Das ist über ihre Facebook-Seite oder per eMail unter sandraautorin (at) gmail.com möglich.

 

Gewinnspiel für ein „Seelenspringerin“-eBook!

„Die Seelenspringerin – Abgründe“ hat dich gepackt? Du hast die Möglichkeit, ein eBook zu gewinnen! Dazu einfach hier als Kommentar die eMail-Adresse hinterlassen oder auf meiner Facebook-Seite http://www.facebook.com/katharinavhaderer im entsprechenden verlinkten Beitrag! Natürlich freuen wir uns über ein paar Worte, was dich an dem Buch interessiert 🙂 Anschließend lose ich aus den Namen den Gewinner/die Gewinnerin aus und das eBook wird per eMail zugestellt, sobald das Buch veröffentlicht ist.

 

Über die Autorin:

sandrafloreanfotoSandra Florean wurde 1974 als echte Kieler Sprotte geboren. Zum Schreiben schlug sie einen einen komplizierten Weg ein: Obwohl sie bereits als Jugendliche schrieb, schloss sie eine Fachhochschule mit Schwerpunkt Rechnungswesen ab, machte die Ausbildung als Schifffahrtskauffrau und arbeitete nachher sowohl als Sekretärin und in der Buchhaltung. Dem Fantastischen blieb sie indes immer treu, da sie historisch-fantastische Gewandungen nähte und auch regelmäßig in der fantastischen Szene in diesen auftritt.

Seit 2010 ist Sandra Florean wieder intensiv am Schreiben und hat mit der „Nachtahn-Reihe“ 2014 ihren Auftakt gemacht. Am 27. September kommt im Drachenmond-Verlag ihr neues Buch „Die Seelenspringern – Abgründe“ heraus. Alle bis dahin auf der Verlagsseite vorbestellten Exemplare werden von Florean signiert.

Lesung in Eggenburg – oder: Wie ich mit Bernhard Hennen ein Selfie machte.

Nicht nur ich habe auf dem Mittelaltermarkt in Eggenburg gelesen, auch Michael Peinkofer, Christoph Hardebusch und Bernhard Hennen haben sonntags gelesen.

Gestern war es dann soweit.

Ich stieg ins Auto, drehte das Navi an – der Bildschirm fror ein und nach dem Reset startete es gar nicht mehr. Also fuhr ich mit dem Handynavi. Mit 1% Akku bin ich abends zurückgekehrt. Das Mittelalterfest in Eggenburg war ’ne Wucht, bereits ohne Lesung gibt es so viele Eindrücke, Menschen, so viel zu sehen, zu machen und zu schnabulieren.

Mir war schon bei der Hinfahrt ziemlich flau im Magen und ich habe mir selbst erzählt, was ich später den Zuhörern erzählen wollte, was mich mehrmals falsch abfahren, aber glücklicherweise immer wieder richtig auffahren hat lassen. Auf den Markt konnte ich mich nicht so richtig konzentrieren. Dann war es soweit:

Meine Lesung hat gestartet.

Bei meiner ersten Lesung waren ja rund 8 Leute, das war schön überschaubar. Dieses Mal waren es so viel mehr Leute! Natürlich sehr viele Freunde – DANKE an euch alle, dass ihr gekommen seid! Für mich hat es sich angefühlt, als hätte ich vor einem Fußballstadion gelesen (natürlich ohne Rowdies). Gelesen habe ich aus „Das Herz im Glas“, ein fantastisch-mittelalterlicher Roman mit Kriminalhandlung, in dem der/die Schlächter eines Menschen gefunden werden sollen. Momentan gibt’s dazu eine eBook-Aktion um 99 Cent, nur noch diese Woche, wer möchte, schlagt zu! http://amzn.to/2cI9Hz5

 

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Trotz meiner Nervosität ist es glaube ich ganz gut gelaufen. Danke an diesem Punkt an Georg, der mich eingeladen hat. Auf dem unteren Foto seht ihr Georg und Uli – vor beinahe genau 10 Jahren trafen wir uns bei einem Liverollenspiel. Damals war Georg der Meister der Schreibstube und ich seine Gehilfin. Uli habe ich dann auch im Laufe des Wochenendes kennengelernt.

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Dann zu meinem Highlight. Ich fangirle ja ziemlich selten. Das letzte Mal bei Adele Neuhauser während einer feministischen Podiumsdiskussion.

Gestern hat es mir dann Bernhard Hennen angetan.

Hennen habe ich bereits gelesen, bevor ich die Elfen kannte. Ich las seine DSA-Romane, obwohl ich damals noch nicht einmal wusste, das DSA ist. Jetzt stellte er seine Phileasson-Saga vor – die ja ebenfalls auf dem „Das Schwarze Auge“-Rollenspiel beruht und die er gemeinsam mit Kollegen Robert Corvus schreibt. Es war toll, mit ihm über seine Erfahrungen als Meister bei DSA zu sprechen, über seine Schriftstellerkarriere, und wie er knapp davor war, aufzugeben, als plötzlich „Die Elfen“ phänomenal einschlugen. (Ich fand die Elfen auch gut, aber nicht so toll wie andere seiner Bücher! Muss hier mal gesagt sein.) Meine 5 Hennen-Bücher hatte ich im Auto zurückgelassen, weswegen ich mein Notizbuch signieren lasse.

 

Wer die Bücher noch nicht kennt: Ein sehr unbekanntes Buch, das ich aber damals verschwunden habe, ist Hennens Jugendbuch „Alicia und die dunkle Königin„. Berühmt wurde er mit seiner Romanreihe „Die Elfen„. Das DSA-Buch, das ich damals gelesen habe, gibt es im Originalcover nicht mehr, ich nehme an, es war „Nächte in Fasar“, es hat zumindest im Dschungel gespielt. Auch „Nebenan“ ist ein Hit, wie ich finde! 😀

Ein weiteres Highlight – ich habe meine liebe Kollegin Madeleine Puljic getroffen. Ihr Buch „Das Herz des Winters“ habe ich vor Jahren gelesen, ich glaube, damals habe ich noch nicht einmal selbst veröffentlicht. Trotzdem habe ich mich bemüßigt gefühlt, ihr eine eMail zu schreiben, dass ich das Buch toll fand. DENN. Es gibt einen sprechenden Totenschädel. Punkt. Mehr brauche ich wohl nicht zu sagen? (Die Bücher sind auch super geschrieben, aber mit dem Totenschädel … also das war einfach nur ein genialer Schnitzer.) Gestern hat sie mir erzählt, das war die erste eMail über ihr Buch, die ihr jemand Fremder geschrieben hat. Das war schön! Wer originelle High Fantasy mag, sollte hier unbedingt mal reinlesen!

Nach Speis und Trunk bin ich dann mit den letzten Sonnenstrahlen sehr müde, aber auch sehr zufrieden, zu Hause auf meinem blauen Ross eingeritten. Danke noch einmal an all die tollen Eindrücke und dass ihr ein Teil davon wart! ❤ Es war mir ein Volksfest! Und danke auch an den Profil-Liverollenspiel-Verein, dass sie mich auf ihrem Kinder-Tjost-Pferd reiten haben lassen 😛

Zuletzt noch eine Speis-und-Trunk-Empfehlung von diesem Jahr:

Leckere baumartige Zimt-Teig-Röhren gegenüber vom Klemenshaus, die man auch gern als Unterarmschützer verwenden könnte, sowie neben dem Eingang des Klemenshaus: Gespritzten Gewürzwein, der auch den müden Schriftsteller belebt!

Nica Stevens über ihre „Verwandte Seelen“-Trilogie im Interview

Nica Stevens wurde 1976 geboren und lebt mit ihrem Mann und ihren Söhnen in Deutschland. Schon als Kind war sie im Träumen eine Großmeisterin und verweilte mit ihren Gedanken oft in einer anderen Welt. Dass sie mit ihrer Fantasie eines Tages ihren Lebensunterhalt bestreiten könnte, wäre ihr damals nie in den Sinn gekommen.

Dann kam ihr Debütroman „Verwandte Seelen – eine Liebe zwischen Unsterblichkeit und Tod“, den sie zunächst für sich und ihre Freunde schrieb. Als sie es das Buch doch veröffentlichte, ahnte sie nicht, dass sie den Grundstein für einen Kindle-Bestseller gelegt hatte.

 

verwandte-seelen-sammelband-736x1030Die „Verwandte Seelen“-Trilogie wird beim Drachenmond-Verlag neu aufgelegt und ist ab 15. September erhältlich. Wer das Printexemplar bis 08.09. direkt auf der Verlagsseite bestellt, bekommt das Buch mit persönlicher Widmung signiert geschickt!
Ich hatte das Vergnügen, mit Nica ein kleines Interview über die Werdereise ihrer Trilogie zu machen.

Ihr habt die Möglichkeit ein eBook des ersten „Verwandte Seelen“-Romans zu gewinnen!

Mehr dazu nach dem Interview.

 

Liebe Nica,

Ursprünglich hast du „Verwandte Seelen“ für dich selbst geschrieben. Warum hast du deine Meinung geändert und hast es doch veröffentlicht?

Ich hatte meinen Freundinnen das Manuskript zum Lesen gegeben und sie waren alle von der Geschichte dermaßen begeistert, dass sie wochenlang auf mich eingeredet haben. Es ist allein ihrer Hartnäckigkeit zu verdanken, dass ich „Verwandte Seelen“ in die Welt entlassen habe. 😉

Was hast du als Erstes getan, als du bemerkt hast, dass „Verwandte Seelen“ Platz 1 in der Fantasy-Kindle-Bestsellerliste erklommen hat?

Ich habe es nicht geglaubt Meine beste Freundin rief mich damals ganz aufgeregt auf Arbeit an und ich dachte, sie macht sich einen Spaß mit mir. Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich das wirklich realisieren konnte.

Du hast „Verwandte Seelen“ zunächst geselfpublished – nun bist du beim Drachenmond-Verlag. Was hat dich zu dem Schritt in einen Verlag bewogen?

Der unglaubliche Erfolg von „Verwandte Seelen“ hat mir viele Türen geöffnet. Es haben einige Verlage angeklopft, denen die Trilogie aufgefallen ist. Ich habe mich letztendlich für den Drachenmond Verlag entschieden, weil ich von Astrid und ihrem Arrangement begeistert bin. Sie hat mir den schnellstmöglichen Veröffentlichungstermin ermöglicht und ist zudem ein ganz liebevoller Mensch.

Wirst du bei der Frankfurter Buchmesse zu treffen sein – und falls ja, wo und wann kann man sich „Verwandte Seelen“ signieren lassen?

Ja, ich bin von Donnerstag bis Sonntag auf der Buchmesse, allerdings stehen noch nicht alle öffentlichen Termine fest. Am Stand vom Drachenmond Verlag werde ich am Freitag von 13:00-13:45 Uhr und Samstag von 13:45-14:30 Uhr (Halle3.0 StandK2) zusammen mit meinen lieben Autorenkolleginnen Mirjam H. Hüberli und Alexandra Fuchs eine Signierstunde geben. Dort gibt es die Bücher direkt zu kaufen und ich freue mich jetzt schon darauf, sie für euch zu signieren.

 

Über die Bücher:

Verwandte Seelen – eine Liebe zwischen Unsterblichkeit und Tod

Die neunzehnjährige Samantha weiß nicht, wer sie ist und welche tragende Rolle sie in der Beziehung zu den Unsterblichen spielt. Sie wehrt sich gegen deren Gesetze und ist mit anderen Menschen auf der Flucht. Als sie schließlich dem Feind in die Hände fällt, scheint ihr Schicksal besiegelt. Doch entgegen ihrer Befürchtung liefert der Unsterbliche Jake McAlaster sie nicht aus. Er ist abweisend und verwirrend aber auch faszinierend und unwiderstehlich. Samantha spürt, dass er etwas vor ihr verbirgt. Jedoch ahnt sie nicht, wie unwiderruflich sie schon längst mit ihm verbunden ist.

Erscheint am 15. September im Drachenmond-Verlag in neuer Gewandung.

 

Ihr kennt „Verwandte Seelen“ schon und wollt die Autorin kennenlernen? Dazu habt ihr die Möglichkeit bei der Buchmesse in Frankfurt! (siehe oben)
Ihr wollt das Buch lesen? Macht beim Gewinnspiel vom eBook mit. Die Bücher werden auch während der Buchmesse erwerbbar sein, so könnt ihr euch ein Autogramm holen.

Website: http://www.nicastevens.de/
Facebook: https://www.facebook.com/StevensNica/?fref=ts
Die „Verwandte Seelen“-Trilogie beim Drachenmond-Verlag: https://www.drachenmond.de/titel/verwandte-seelen-die-trilogie/
Verwandte-Seelen Teil Eins via Amazon: https://www.amazon.de/Verwandte-Seelen-Liebe-zwischen-Unsterblichkeit/dp/3959915012

 

Was müsst ihr tun, um das eBook zu gewinnen?

Kommentiert hier im Originalbeitrag samt eMail-Adresse, oder auf meiner Facebook-Seite auf dem entsprechenden Beitrag, was euch am Klappentext von „Verwandte Seelen“ reizt. Das Gewinnspiel wird von mir persönlich in Kooperation mit der Autorin veranstaltet. Es gibt keinen rechtlichen Anspruch auf den Gewinn.

 

Hensel: „Wie aus Schreibern kleine Monster werden“

Gesunde Kritik hat ihren Platz. Problematisch ist, wenn sie ungesund wird.

Über eine AutorenkollegIn bin ich auf diesen Text von Autor Sven Hensel gestoßen, der nicht nur klasse geschrieben ist, sondern auch über ein Phänomen handelt, mit dem ich (nicht persönlich mir gegenüber, aber anderen) in letzter Zeit öfter Bekanntschaft gemacht habe:

Neid von AutorenkollegInnen gegenüber AutorenkollegInnen.
Sven Hensel – Autoren und Neid – Wie aus Schreibern kleine Monster werden

 Ich kann ihn leider nicht direkt posten, bitte geht auf den Link, um ihn zu lesen.

Meine persönlichen Gedanken dazu:

Damit meine ich nicht, dass gesunde Kritik nicht seinen Platz hat. Problematisch wird es, wenn sie ungesund wird. Ich spreche hier von absichtlichen 1*-Verrissen und dem Anballen des eigenen Fandoms, um es einer anderen AutorenkollegIn so richtig zu zeigen.

The internet is a weird place.

Und es macht es noch um so vieles einfacher, jemandem etwas Schreckliches ins Gesicht zu sagen. Die fehlende Gestikulation und Mimik, Tonfall etc. machen das Ganze noch schlimmer. Wir sind prädestiniert dafür, Dinge in den Falschen Hals zu kriegen.

Neid ist ein ganz natürlicher Zustand.

Wenn es bei einem gerade nicht so gut läuft, scrolle ich auch mal frustriert durch meine Timeline und scheine bloß von Erfolgsorgien meiner KollegInnen umgeben zu sein. Da wird das gefühlt fünfte Buch dieses Jahres beendet, das neue Cover revealed, das Buch bei einer Neuveröffentlichung gefühlt tausend Mal geteilt. Hierbei vergessen wir, dass es sich bei den Erfolgen der anderen genauso um temporäre Glücksmomente handelt. Dazwischen sitzen die genauso wie wir im Kämmerlein und verzweifeln daran, was sie gerade geschrieben – oder eben nicht geschrieben – haben.

Autorenbashing existiert definitiv.

Egal ob im kleineren oder größeren Stil. Man könnte ja meinen, AutorInnen, die bereits unglaublich viel verkauft haben, hätten das nicht notwendig. Anscheinend bleiben aber auch diejenigen im Herzen kleiner Kinder. So kenne ich eine amerikanische Autorin, deren Namen ich nicht nennen will (nicht, weil ich Angst vor Verfolgung habe, sondern weil ich die Freude an ihren Büchern nicht schmälern möchte), von der ich nun schon zahlreiche Anschuldigungen von extremem Mobbing gegenüber LeserInnen, die ihre Bücher kritisieren, gelesen habe. Das ist erschreckend. Vor allem, weil die AutorIn als Unterstützung das Rudel ihrer Hardcore-Fans vorschickt. Und diese schrecken auch vor extremen Drohungen nicht zurück. Es ist natürlich einfach, sich dahinter zu verstecken. Man hat ja schließlich keinen Einfluss auf seine Fans. Noooot. Natürlich hat man das. Und sobald man mitbekommt, dass etwas aus der Bahn läuft, hat man die Aufgabe, diese zurückzupeifen. Sein eigener Erfolg sollte für sich selbst sprechen.

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Who knows the reference? (Full Metal Alchemist)
Im deutsprachigen Raum läuft es meines Wissens nach nicht ganz so exzessiv ab.

Doch die Szene ist auch vor Neid nicht gefeiht.
Da werden schon mal 1*-Rezensionen an Bücher eines Verlages erteilt, der einen abgelehnt hat. Und es ist nicht so, dass ich mir nicht vorstellen kann, wie das abläuft. „Was, mein Baby wollen sie nicht? Was ist an diesen Büchern besser, dass sie veröffentlicht wurden?“ Der Zorn und die Voreingenommenheit lassen die persönliche Besternung dann ausführlich werden, und im Auge des Schreibenden, komplett begründet. Ich denke, dass die meisten, die schlechte Rezensionen an Kollegen verteilen, wirklich davon überzeugt sind, besser zu sein. Doch dieses Gefühl stammt nicht zuletzt aus einer Art Frust. Woher stammt er?

Erfolg als Autor ist schwierig zu beschreiben.

Zuletzt wissen wir nur, was wir selbst verkaufen. Woran messen wir den Erfolg anderer? Die Verkaufszahlen kennen wir nicht. Und selbst wenn wir sie kennen: Eigentlich müsste es doch schon ein Erfolg sein, ein Buch am Tag zu verkaufen. Das ist doch großartig! Eine Person am Tag liest sich durch, was wir geschrieben haben. Doch dieser ideelle Wert hat nichts mit dem finanziellen Wert gemein. Wir müssen Dutzende, wenn nicht Hunderte Bücher am Tag verkaufen, um davon leben zu können. Und schlussendlich messen wir auch unserem Gehaltscheck einen Wert bei.

Damit ist es nicht zu Ende. Warum hat der andere so viele Facebook-Fans? Warum so viele Rezensionen? Warum schreiben so viele Blogger über ihn/sie? Warum läuft sein Buch in dieser Gruppe so gut?

Und dann immer diese Frage – warum meins nicht?

Es gibt Dutzende Vergleichsparameter, an denen wir uns messen können. Dabei blenden wir gerne die aus, in denen wir besser sind. Jeder möchte schließlich etwas erreichen, weswegen wir Höheres anstreben müssen.

Das ständige Messen mit anderen hat aber auch etwas Ungesundes an sich. Weil wir sukzessiv die ausblenden, die es auch schlechter haben als wir. Und damit entsteht ein schiefes Weltbild, das auf Neid basiert.

Neid, ein ewiges Phänomen.

Das Gras des Nachbarn ist immer grüner. Das Phänomen Neid ist aktuell wie nie zuvor. Wir verneinen das Viele, was wir haben, und wollen noch mehr. Dabei gönnen wir unserer Umgebung nichts. Das bezieht sich nicht nur aufs Schreiben, sondern auch auf die ganz aktuelle gesellschaftliche Situation.

Zufriedenheit ist in einer westlichen Gesellschaft, die darauf aufbaut, dass jede Generation mehr als die vorige hat, sehr schwer zu erreichen. Es ist ein Gedanke, der irgendwann nicht mehr erfüllt werden kann.

Es hat zwar nur indirekt mit Büchern zu tun: Aber manchmal sollte man sich von diesem Gedanken aktiv distanzieren. Ich mache es dabei ganz einfach: Ich drehe die Social Media ab. Besinne mich auf das, was mir wichtig ist. Schreibe für mich, nicht für andere. Sehe mir nicht an, was andere tun. Tu nur für mich selbst. Und dann, wenn ich wieder bereit bin, aus dem stillen Kämmerchen zu treten, komme ich wieder hervor.

Viele meiner Kollegen ziehen sich aktiv aus sozialen Medien zurück, wenn sie dem Druck nicht stand halten.

Eine liebe AutorenfreundIn liest ihre Rezensionen nicht. Andere nehmen sich aktiv „Facebook-Urlaub“. Und wisst ihr was? Das tut gut. Es tut manchmal gut, die Scheuklappen aufzusetzen. Denn auch wenn das, was wir sehen, wie eine objektive Realität scheint, ist sie genauso verfremdet wie alles andere, was wir auf Facebook sehen. Dazu gab es mal einen wunderbaren Beitrag von der „Welt“. Er heißt: Warum die Generation Y so unglücklich ist“. Er kritisiert das Facebook-Phänomen. Jeder, der hier aktiv ist, auch von der Arbeit her, sollte ihn sich zu Gemüte führen. Er ist Gold wert.

Große Karrieren kosten viele Nerven, Schweiß und Tränen – das gilt selbst für jene, die keinen springenden Einhörnern auf einer Blumenwiese gleichen.

Erfolg ist eben nicht selbstverständlich.

Er ist harte Arbeit. Immer, wenn ich frustriert bin, denke ich daran. Und arbeite weiter. Und lasse andere Autoren in Ruhe, weil ihr Erfolg nichts mit dem meinem zu tun hat.

Cover-Design vom Feinsten

An diesem Punkt mal eine kleine Werbeveranstaltung für den Mann, der hinter meinem zukünftigen Cover stehen wird! 😀 Ich bin nämlich sehr froh darüber, dass Alexander Kopainski von Kopainski Artwork sich dieser Aufgabe annimmt, denn er ist ein großartiger Cover-Künstler. Somit weiß ich mein Buch damit in fähige Hände gelegt zu haben. Man soll sich schließlich als Autor sicher sein: Mein Buch wird außen genauso fesch wie innen!

Andreas Dutter, Autor, Blogger und Booktuber, hat Alex interviewt. Für mich sehr interessant, weil Buch-Design zwar etwas ist, das ich hobbytechnisch mache, aber Alex natürlich dazu einen ganz anderen Zugang hat. Toll finde ich, dass er sich seine Graphikkenntnisse autark erarbeitet hat. Für alle, die zukünftig noch das Gesicht für ihr Buch suchen eine Möglichkeit, in seine Arbeit hineinzuschnuppern!

zum INTERVIEW

Hier findet ihr ein paar Beispiele für Alexander Kopainskis Arbeit:

         

 

Graphiken: Copyright by Kopainski Artwork

 

Andreas Dutter hat Alexander Kopainski interviewt. Er ist Buch-Blogger, Book-Tuber und selbst Autor und hat bereits diverse Bücher veröffentlicht. Am 11.6.2016 erscheint sein neues Buch, „Forbidden Lyrics“, unter dem Pseudonym Olivia Mikula im feelings-Verlag!

 

Klappentext:
Ein musikalisches Dilemma der Gefühle, eine junge Halbitalienerin mitten in London und ein Songtext, der zur Liebe des Lebens führt: Ein packender Liebesroman in der Welt der Electrobeats! Die Songwriterin Octavia lebt mit ihrem Großvater Diego in einer kleinen Londoner Wohnung. Ihr einziger Wunsch: Mit ihren Texten die Menschen berühren. Überraschend erreicht Castingshow-Gewinner Noah Platz eins der Charts – mit ihrem Songtext! Auf der anschließenden Party gerät ihre Welt ins Wanken.Wie eine Sturmflut aus Beats und Lichtern, platzt DJ Aaron in ihr Leben. Als wäre das nicht genug, will sich auch der gutaussehende Noah bei ihr bedanken. Umso mehr sich Octavia auf die Dreiecksbeziehung mit dem Bad Boy Aaron und dem witzigen Noah einlässt, umso größer werden ihre Probleme – und das nicht nur in Liebesdingen…